Torben Rosenbohm

Freier Journalist aus Oldenburg

„Das ist alles verrückt!“: Srdjan Klaric über eine außergewöhnliche Hinrunde

Die EWE Baskets Oldenburg haben die Hinrunde in der easyCredit Basketball Bundesliga mit 8:9 Siegen auf Rang zehn beendet. Der sportliche Leiter Srdjan Klaric nahm sich in dieser Woche viel Zeit für ein ausführliches Interview im Club Center – wir sprachen über seinen Eindruck vom Team, die zahlreichen Verletzungen und die Liga allgemein. Zwischendurch schaute kurz sein Sohn Djordje Klaric in einer Trainingspause vorbei. Auch über ihn unterhielten wir uns – der Youngster begeistert gerade im JBBL-Team der Oldenburger.

Srdjan, war das die außergewöhnlichste Saisonhälfte, die du bislang erlebt hast? Das Update, von dem Pedro Calles im letzten Sommer sprach, scheint einen Virus enthalten zu haben …

Zu diesem Thema eines vorweg: Ich möchte nicht, dass das hier am Ende so klingt, als würde ich ein Alibi für uns formulieren. Aber es ist tatsächlich so, dass ich eine solche Situation hier natürlich noch nie erlebt habe. Und auch anderswo habe ich von so etwas noch nicht gehört. Es gab Phasen, da hatten wir insgesamt noch sechs gesunde Spieler und mussten auf Akteure aus dem NBBL-Kader zurückgreifen. Das ist alles verrückt! Es betraf ja zwischenzeitlich den Ausfall von ganzen Positionen. In diesem Zusammenhang muss ich mich aber auch direkt bedanken. Vor allem bei den Sponsoren, die uns nun schon mehrmals die Möglichkeit gegeben haben, personell zu reagieren. Und wir mussten ja immer wieder reagieren. Kaum war klar, dass wir für Alen noch Lukas Wank nachverpflichten, fiel Kenny Ogbe verletzt aus. Dann haben wir Geno Crandall nach Oldenburg geholt, und Charles Manning verletzte sich. Kaum haben wir Chaundee Brown begrüßt, fällt der nächste aus. Und all das zieht sich durch die Saison. Wir konnten nur noch mit sechs, sieben Profis trainieren – und das nicht eine Woche lang, sondern mittlerweile sprechen wir über Monate.

Ich habe heute eine Liste gemacht mit den letzten Spielen der verletzten Spieler – fünf von ihnen haben im 2024 bislang noch keine Partie bestritten …

Diese Übersicht benötige ich nicht einmal, um mir die Situation zu vergegenwärtigen. Schau zurück auf den August. Schon da standen wir vor dem Trainingslager vor der Frage: Ergibt das eigentlich Sinn? Wir hatten zu dem Zeitpunkt mehrere verletzte Spieler. Aber ohne die Vorbereitungsspiele hätten wir uns in eine noch schlechtere Position gebracht. Daher sind wir losgeflogen und haben mehrere Youngster an Bord gehabt. Und diese Sorgen haben wir mit in die Saison genommen. All das betrifft ja eben auch nicht nur die Spiele, sondern in besonderem Maß auch das Training. Da musste immer und immer wieder improvisiert werden. Bei allem Respekt auch und gerade vor den ganz jungen Spielern, aber die können in der Vorbereitung auf die Spiele nicht das simulieren, was am Wochenende auf unsere Jungs zukommt. Da steht ein Ebuka Izundu dann ganz anderen Kalibern gegenüber – und davon gleich zwei oder drei.

Gab es jemals in dieser Phase einen Moment, in dem du gedacht hast: Okay, wir müssen den Schaden jetzt so klein wie möglich halten und die Saison nur noch so gut es geht zu Ende bringen?

Mein Problem in letzter Zeit war ein ganz anderes: Sobald ein Spieler auf den Boden fällt, bekomme ich sofort einen Schreck. Wie kommt er wieder hoch? Ich schaue ihm sofort ins Gesicht, um unmittelbar einzuschätzen, ob das jetzt wieder etwas Ernsthaftes war. Das hatte ich in dieser Ausprägung zuvor noch nie in meinem Leben. Selbst, wenn ich meinen Kindern beim Basketball zuschaue, mache ich mir nicht solche Sorgen wie derzeit bei den Profis. Zu deiner Frage: Es ist schon so, dass man angesichts der Ausgangslage in ein Spiel wie das in Hamburg nicht als Favorit hineingeht. Aber es ist schön zu sehen, wie die Jungs füreinander kämpfen. Aber auch da bin ich stets in Sorge, wenn einer plötzlich ein schmerzverzerrtes Gesicht bekommt. Das ist wie ein kleines Trauma inzwischen …

Genau daran musste ich denken, als Geno Crandall gegen Bonn auf dem Boden landete …

Oder Chaundee Brown in Hamburg! Ich saß etwas abseits. Da war ich mir nicht sicher, ob die Bank das realisiert hat, dass er sich an den Oberschenkel griff. Es ist nicht mein Job, aber ich habe sofort herübergerufen: Nehmt ihn raus! (lacht)

Ärgert beziehungsweise beschäftigt es dich sehr, wenn es bei einem Spieler, vor dessen Verpflichtung ihr sicherlich eine Menge Arbeit investiert habt, nicht funktioniert? Kyle Foster war nicht die erhoffte Verstärkung des Kaders.

Na klar. Aber in diesem Job kannst du etwaige Fehler nie ganz ausschließen. Du kannst versuchen, solche Dinge zu minimieren. Eines ist mir in diesem Zusammenhang sehr wichtig: Kyle Foster ist ein guter Spieler. Er hat einen guten Charakter, daran gibt es nichts auszusetzen. All das, was wir vorher über ihn herausgefunden haben – sein Spiel, sein Training, sein Charakter – hat sich im Grunde auch hier bestätigt. Und nun fragen sich natürlich alle, warum es dann doch nicht funktioniert hat. Das liegt dann wiederum an der speziellen Situation. Er war hier unter anderem mit einem Spielstil konfrontiert, der Elemente beinhaltete, die für ihn ganz neu waren. Er konnte seine Qualitäten dann nicht ausreichend einbringen. Natürlich ist er ein überragender Werfer und bringt Athletik mit. Möglicherweise hätte er seine Rolle auch besser ausfüllen können, wenn wir nicht all die anderen Probleme schon zu Saisonbeginn gehabt hätten. Irgendwann ist er dann in ein Loch gefallen, weil er für sich gespürt hat, dass er das, was von ihm verlangt wird, nicht ausreichend umsetzt. Grundsätzlich habe ich aber den Eindruck, dass wir über all die Jahre eine sehr gute Bilanz aufweisen, was Spieler angeht, bei denen das eine oder andere nicht gepasst hat. Im Ligavergleich stehen wir in dieser Hinsicht sehr, sehr gut da.

Wie kompliziert ist es, den Spielern mental den Rücken zu stärken, wenn es sportlich nicht läuft? In einem Spiel wie gegen Berlin muss das besonders frustrierend gewesen sein, denn die Akteure haben alles getan, um zu gewinnen, mussten aber dem Umstand Tribut zollen, dass ihnen am Ende die Puste ausging. Da kann sich eine gewisse Verzweiflung breitmachen.

Zuerst einmal: Die beste Medizin sind Siege. Das ist der entscheidende mentale Push. Am Ende redet kein Fan über 38 tolle Minuten gegen ALBA, über 38 starke Minuten bei Karsiyaka, über ein Spiel gegen Straßburg, das durch einen Fehler entschieden wird, über ein gutes Spiel in Würzburg, das wir mit sechs gesunden Spielern bestritten haben. Und dann betrachte die Sicht der Spieler. Die kommen aus einer Partie wie gegen Berlin, haben alles auf dem Parkett gelassen, und dann wird man von einem Run ganz zum Schluss gekillt. Und es ist erklärbar, warum einzelne Fehler passieren. Da spielt ein Len Schoormann mit seinen erst 21 Jahren 35 Minuten gegen Berlin; eine Rolle, die bei vollem Kader gar nicht vorgesehen war. Das ist doch nur allzu verständlich, dass dann auch mal eine Kleinigkeit schiefgeht. Und ein Team wie Berlin, das eine enorme Taktung gewohnt ist, nutzt das gnadenlos aus. Diese ganze Situation ist für alle eine gewaltige Herausforderung. Das Trainerteam hat die Mannschaft aus dem Loch herausgeholt, die Mannschaft hat einen tollen Charakter – und unsere Physios haben so viel zu tun wie nie zuvor. Es tut mir in der Seele weh, dass dieses Team seit dem ersten Training kein einziges Mal die Chance hatte, komplett zu trainieren.

Ich möchte über ein paar Punkte sprechen, die ich häufiger höre, wenn es um die Baskets in dieser Saison geht. Vorwurf Nummer eins: Training und Spielstil sind zu hart und führen zu mehr Verletzungen.

(lacht) Früher war das noch etwas anders, da gab es ein, zwei Zeitungen und gut. Heute kann ja jeder dank Social Media seine Ansicht praktisch öffentlich kundtun. Und das ist absolut legitim und vielleicht mit ein Grund, warum unsere Sportart inzwischen auch ein bestimmtes Level erreicht hat. Ich unterhalte mich gerne mit Fans über dieses und jenes und versuche, bestimmte Sachen zu erklären. Es fehlt vielen natürlich auch einiges an Hintergrundwissen, das aus unterschiedlichen Gründen nicht an die Öffentlichkeit dringt. Wenn wir die Mannschaften betrachten, die Pedro bislang trainiert hat, sehen wir: Sie spielen aggressiven Basketball über das ganze Feld, inklusive hartem Hedging in der Pick-and-roll-Verteidigung und viel Intensität in der Offense. Da ist eine Menge Dynamik drin. Wenn man eine 3-2-Zone spielt, mag die Verletzungsanfälligkeit geringer sein – aber willst du das hier sehen? Und schau auf das letzte Jahr: Da waren wir Tabellenvierter und haben viel mehr trainiert. Da war das kein Thema. Womit wir wieder beim Punkt Erfolg sind: Gewinnen wir, spricht keiner darüber. Und eines will ich dabei nicht verschweigen: Wir hatten auch schwächere Auftritte. In Oostende hätten wir nicht verlieren dürfen, das hat uns die nächste Runde gekostet. Oder die Partie in Tübingen und die zweite Halbzeit gegen Bonn. Also: Pedro hat dieses Team so zusammengestellt, dass die Spieler zu seinem System passen. Spieler wie Geno oder Len lieben diese Art zu spielen. Norris mit seinen fast 2,20 Meter tut das gut, was wir spielen. Das können nicht viele in Europa.

„Er kann jetzt nicht einfach alles ändern“: Srdjan Klaric über Headcoach Pedro Calles. Bild: Ulf Duda/fotoduda.de

Vorwurf Nummer zwei: Das taktische Konzept ist zu starr, Oldenburg hält zu sehr an bestimmten Mustern fest und bringt sich so um Erfolge. Stichwort: das Hedging in der Defensive oder das möglicherweise zu starre Angriffsspiel.

(lacht) Dieses Gespräch soll nicht in eine Richtung einschlagen, dass ich als Anwalt von Pedro Calles in Erscheinung trete. Aber: Welcher Trainer hat denn nicht sein Prinzip? Wer kein festes System im Kopf, an das er blind glaubt, der ist auf diesem Level kein richtiger Trainer. Ich glaube schon, dass er Kleinigkeiten angepasst hat. Aber er kann jetzt nicht einfach alles ändern! Der Vorteil ist ja, dass einige Spieler aus dem Vorjahr weiter an Bord sind. Die haben das bereits verinnerlicht. Im Oktober waren wir aufgrund der fehlenden Spieler in der Vorbereitung noch nicht so weit, wie wir es gerne gewesen wären. Als Lukas Wank Mitte September hinzugekommen ist, musste Pedro im Grunde alles stoppen und ihn integrieren. Ein paar Wochen später kam Geno Crandall – und es hieß wieder: Stopp! Dann kam Chaundee, und es ging wieder von vorne los. Und nun stell dir mal vor, man würde sagen: Hey, werfen wir doch einfach alles um. Das macht kein Trainer. Das Training und das Spiel wurden tatsächlich hier und da angepasst; da gab es Sachen, die es sonst noch nicht so oft gab.

Noch ein Kritikpunkt: Die jungen Spieler bekommen zu wenige Chancen. Beispiel Ludwigsburg: Die Partie war schnell gelaufen, ohne dass die beiden Youngster frühzeitig aufs Parkett kamen. Und wenn sie dann mal eingesetzt werden, kann es sein, dass sie beim nächsten Mal nicht berücksichtigt werden.

Ich sehe das ehrlich gesagt viel lieber aus einer positiven Perspektive: Als Fritz gegen Göttingen gefordert war, hat er seinen Job gut erledigt. Und Joel hat in Hamburg wertvolle Minuten bekommen und für Entlastung gesorgt. Die beiden geben im Training alles und haben dem Team dort bereits sehr, sehr wertvolle Unterstützung geliefert – gerade in dieser schweren Phase mit all den Ausfällen. Ich bin mir sicher, dass sie weiterhin alles dafür tun werden, um der Mannschaft zu helfen. Das sind gute Jungs!

Magst du etwas dazu sagen, wann die sechs verletzten Spieler voraussichtlich zurückkehren?

Ich muss ein Lob vorausschicken an die medizinische Abteilung, die einen exzellenten Job gemacht hat und weiter macht. Die Prognosen über die voraussichtliche Rückkehr in den Trainings- und Spielbetrieb waren in dieser Saison wirklich sehr schwer, da fast alle Verletzungen mit einer Operation verbunden waren. Und das ist immer mit einer Ausfallzeit verknüpft, die eine Spanne von mehreren Wochen offen lässt. Setzen wir einen Spieler da auch nur wenige Tage zu früh ein, kann das katastrophale Folgen haben. Wir hatten von Anfang an für alle eine interne Planung. Bei Max DiLeo hoffe ich, dass er jetzt bald wieder einsatzfähig ist. Ob das schon gegen Ludwigsburg der Fall sein wird? Das werden wir sehen. Die nächsten beiden unter den Langzeitverletzten sollen dann Alen und Deane sein. Aber, noch einmal: Es ist Vorsicht geboten! Daher gibt es hier kein Datum. Ich könnte übrigens jedes Mal weinen, wenn ich die ganzen Jungs links von mir hinter der Bande sitzen sehe. Da hocken lauter potenzielle Starter!

Ihr habt nun 8:9 Siege nach der Hinrunde eingefahren und in meinen Augen angesichts der Umstände ein ordentliches Resultat eingefahren. Würdest du dem zustimmen?

Auf jeden Fall! Es gibt mehrere Faktoren, die ich nennen möchte. Da ist zum einen die überragende Stimmung in der Arena, die immer ausverkauft ist. Das hat uns getragen, auch in den Spielen, die wir verloren haben. Zweitens haben die Sponsoren uns großartig unterstützt, um neue Jungs zu holen, die es uns ermöglicht haben, weiter mitspielen zu können. Mit etwas mehr Glück hätten wir die eine oder andere Niederlage verhindern können, und dann hätte ich mit Blick auf all die Probleme und Herausforderungen sogar von einer überragenden Hinrunde gesprochen.

Wo siehst du Verbesserungspotenzial im Team beziehungsweise was muss sich ändern?

(überlegt lange) Das ist sehr schwierig zu beantworten. Ich glaube zunächst einmal, dass wir es geschafft haben, die Mannschaft punktuell sehr gut zu verstärken. Und das in Phasen, in denen sich der Spielermarkt als sehr, sehr kompliziert erwiesen hat. Lukas Wank, Geno Crandall, Chaundee Brown: Das waren im richtigen Moment die richtigen Spieler. Chaundee habe ich übrigens beim Quali-Turnier der Champions League schon im Auge gehabt. Mein Wunsch ist, dass wir in den kommenden Wochen, in denen die Verletzten hoffentlich nach und nach zurückkehren, im Training und im Spiel das Level weiter steigern und alle auf ein gemeinsames Niveau kommen. Dann kann die Last auf mehr Schultern als momentan verteilt werden. Und eben das dürfte sich auf die Performance auswirken, denn es macht einen Unterschied, ob du einen Wurf mit Puls 180 nehmen musst oder ganz gezielt Verschnaufpausen bekommen kannst. Dann wird die Grundidee noch besser zum Tragen kommen, die wir im Juli formuliert haben und die bislang aus den bekannten Gründen noch nicht zur vollen Entfaltung kommen konnte.

Im Lamettaregen nach Siegen würde der sportliche Leiter sein Team gerne noch häufiger sehen. Die Hoffnungen auf eine gute Rückrunde sind mit der Hoffnung auf eine Rückkehr der verletzten Spieler verknüpft. Doch hier heißt es vorerst: Geduld. Bild: Ulf Duda/fotoduda.de

Wie bewertest du die Saison in der BBL allgemein? Chemnitz liegt vorne, die Euroleagueteams dominieren das Geschehen (noch) nicht, renommierte Clubs wie Bonn, Bamberg und Oldenburg müssen um die Playoffs zittern.

Spontan würde ich die drei Überraschungsteams herausstreichen: Chemnitz, Würzburg und Vechta. Chemnitz verfügt über ein sehr gutes Team, der Club hat sich längst in der BBL etabliert. Da wird Top-Arbeit geleistet. Dass sie jetzt Erster sind, ist eine Überraschung, aber schon vor der Saison habe ich sie als sicheren Playoffteilnehmer gesehen. Würzburg zeigt Kontinuität in der Arbeit, sie haben in Sasa Filipovski einen überragenden Trainer. Vechta hat sehr starke Spieler, darunter einen richtig guten Youngster, Johann Grünloh. Vechta spielt mit sehr viel Selbstvertrauen. Im Grunde haben sie ihr Ziel schon erreicht, jetzt können sie frei aufspielen. Das ist das Beste, was dir im Basketball passieren kann.

Ein Themenwechsel zum Schluss. Wie läuft es im Nachwuchsbereich bei euch? In allen drei Teams (Regionalliga, NBBL und JBBL) deuten zumindest die Ergebnisse aktuell auf eine kontinuierliche Verbesserung hin, wenngleich ihr Erfolg nicht über nackte Resultate definiert.

Wir haben schon vor Jahren das Konzept verändert. Das beginnt bei der Art und Weise des Trainings und der Einführung eines speziellen Fördertrainings. Dort haben wir Zehnjährige zusammengebracht, die lange Zeit gemeinsam ihren Weg gegangen sind. Es wird sehr gut gearbeitet, viele junge Spieler werden in verschiedenen Mannschaften eingesetzt und möglichst früh an den Herrenbereich herangeführt. In der Regionalliga sind wir mit der jüngsten Mannschaft der Liga unterwegs, dort stehen wir inzwischen gut da. In der NBBL haben wir jahrelang gegen den Abstieg gekämpft, jetzt sind wir in der A-Division mit dem jüngeren Jahrgang und haben zweimal ALBA und zuletzt Bayer Leverkusen besiegt. Da sind Jungs dabei, die das Potenzial für mehr aufweisen. In der JBBL sind auch viele junge Spieler im Einsatz – und das Team ist Tabellenerster in der Relegationsrunde. Nicht zu vernachlässigen ist, dass wir auch wieder Jungs haben, die in den Nationalmannschaften oder in deren Perspektivkader stecken. Wichtig ist: Wir sind regional fokussiert und haben nur wenige tatsächlich Externe in den Mannschaften.

Und was ist da los bei deinem Sohn? Der erzielte zuletzt sechsmal in Folge mehr als 30 Punkte, gegen Braunschweig sogar 51.

(lacht) In den Wochen, in denen wir in der Bundesliga mehrmals am Stück verloren haben, hat er mir die Nächte gerettet. Da konnte ich dann zumindest ein bisschen schlafen. Wäre er der Sohn von jemand anderem und nicht mein eigener, dann würde ich vermutlich Tag und Nacht und ohne Unterbrechung über ihn sprechen. Er ist ein ganz vernünftiger Junge, das ist ganz wichtig! Er bringt ein sehr großes Talent mit, keine Frage. Er war schon bei Dirk Bauermann eingeladen und wird das auch wieder sein, das macht ihm dort großen Spaß. Djordje versteht das Spiel, aber er hat noch einen langen, langen Weg vor sich. An seiner Arbeitsmoral gibt es keinen Zweifel: Er kam Silvester von einem Lehrgang wieder, wollte Neujahr direkt wieder in die Halle und ein paar Würfe nehmen – das wurden dann mal wieder ein paar Hundert. (lacht)


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Zu meinem Basketball-Background: Als wenig erfolgreicher Spieler hatte ich lange Zeit großes Interesse am aktiven Tun, allerdings beschränkt sich meine Liebe zu diesem Sport inzwischen auf die Besuche in den Hallen und Arenen und die entsprechende Arbeit an der Tastatur. Von 2004 bis 2014 habe ich die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der EWE Baskets Oldenburg geleitet, seitdem beschäftige ich mich mit dem Club im Speziellen und dem Basketball im Allgemeinen als freier Journalist – unter anderem für die easyCredit Basketball Bundesliga oder in diesem Blog. Transparenzhinweis: Ganz gelegentlich verfasse ich auch Beiträge für die Website des eingetragenen Vereins Baskets4Life e.V. (2011 als Baskets Akademie e.V. gegründet), der sich in Projekten im Nachwuchsbereich engagiert (u.a. BASKita, Grundschulliga oder Streetcourts in der Region). Was ich sonst noch so mache: hier entlang.